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Presseclub

Diskussion, Zeitgeschehen • 31.05.2026 • 12:03 - 12:45
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Moderatorin Ellen Ehni
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Moderatorin Ellen Ehni
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Originaltitel
Presseclub
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
Diskussion, Zeitgeschehen
Unsere Arbeitswelt steht vor einem großen Umbruch. In den USA sehen wir, wohin die Reise geht: Der wachsende Einsatz Künstlicher Intelligenz, KI, führt auf der einen Seite zu gewaltigen Produktivitätsgewinnen in der Wirtschaft, auf der anderen Seite löst er gleichzeitig einen tiefgreifenden Strukturwandel aus. Kaum eine Branche war in letzter Zeit stärker von Massenentlassungen betroffen als die Softwareindustrie. Das macht vielen Menschen Angst. Ist KI eher eine Gefahr oder eine Chance für unsere Gesellschaft? Digitalminister Karsten Wildberger hat den rasanten Fortschritt aufgrund von KI mit folgenden Worten kommentiert: "Die Zeit, in der die Industrie eine Jobmaschine war, geht zu Ende." Und diese Bestandsaufnahme mit einem Appell kombiniert: Alle gesellschaftlichen Gruppierungen – Arbeitgeber, Gewerkschaften und Zivilgesellschaften - müssten sich zusammenraufen, um diese Zukunft gemeinsam zu gestalten. Wie wird sich unsere Arbeitswelt verändern? Die vorliegenden Studien geben darauf keine eindeutige Antwort: Sie reichen von dystopischen Prognosen wie der des Internationalen Währungsfonds, IWF, die den bevorstehenden Wandel mit einem Tsunami vergleicht, bis hin zu deutlich positiveren Einschätzung des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung, IAB: Digitalisierung und KI würden bis 2040 nicht zu einem Jobabbau führen. Im Zweifel sei KI sogar die Antwort auf die demographische Krise. Aber unabhängig davon sind sich alle einig: Die Transformation der Arbeitswelt wird tiefgreifend sein und der Übergang muss gestaltet werden. Wie gelingt es uns, einerseits junge Menschen auf diese "schöne neue Welt" vorzubereiten und andererseits im Arbeitsprozess stehende Menschen so zu begleiten, dass sie nicht den Anschluss verlieren? Wie groß ist die Gefahr, dass es ähnlich wie zu Zeiten der industriellen Revolution zu massiven sozialen Verwerfungen kommt? Dass auch Digitalminister Karsten Wildberger diese Sorgen umtreiben, sieht man daran, dass er im Zuge dessen eine alte Idee wieder ins Gespräch gebracht hat: Ein bedingungsloses Grundeinkommen könne ein Teil der Lösung sein, um die Umwälzungen aufzufangen. Doch hier stellt sich die Frage: Wie wollen wir das finanzieren angesichts der horrend hohen Abgabenlast schon heute und die Milliardenminus im Bundeshaushalt?