Viele unserer Vorstellungen über Zukunft erscheinen bedrohlich und angsteinflößend. Stephanie Rohde diskutiert mit ihren Gästen über Erzählungen einer positiven Zukunft. Ob KI und Robotik oder die Klimakrise und das Artensterben - die Liste möglicher Untergangszenarien ist lang. Doch ohne positive Erzählungen werden wir in unserem Handeln gelähmt. Und düstere Prognosen werden zu selbsterfüllenden Prophezeiungen. Dystopisches Denken im Angesicht der Herausforderungen der Zeit ist kein Alleinstellungsmerkmal unserer Tage: Dystopien und Utopien waren über alle Zeiten hinweg mehr oder weniger stark ausgeprägt. Und was für den einen die Utopie war, war möglicherweise für den anderen oder unter einer anderen Betrachtungsweise eine Untergangserzählung. Utopie und Dystopie bedingen sich gegenseitig. So machen Dystopien zum Beispiel auf Widersprüche und Gefahren aufmerksam und werden oft zu Türöffnern neuer positiver Utopien. Wie das funktioniert, darüber diskutiert Moderatorin Stephanie Rohde mit ihren Gästen. Gäste: Theresa Hannig ist Schriftstellerin und hat Politikwissenschaften studiert und danach als Softwareentwicklerin, SAP Beraterin und Lichtdesignerin für Öltanker gearbeitet. Nicht zuletzt die täglichen Dystopien in den Medien haben sie vor einigen Jahren bewogen Science-Fiction Autorin zu werden. Dabei beschäftigt sie sich vor allem mit der Zukunft unserer Gesellschaft in Hinblick auf Kapitalismus, KI und Klimawandel. Ihre Romane haben zahlreiche Preise bekommen. Seit einigen Jahren schreibt sie als Kolumnistin über Zukunftsfragen bei der TAZ. Petra Schaper Rinkel ist Innovationsforscherin und studierte Politikwissenschaften, Germanistik und Publizistik an der FU Berlin. Seit Jahren wirkt und lehrt sie in Österreich. Ab 2019 als Professorin für Wissenschafts- und Technikforschung des digitalen Wandels an der Universität Graz. In ihrer wissenschaftlichen Arbeit beschäftigt sie sich unter anderem mit Digitalisierung und digitaler Transformation sowie gesellschaftstheoretischen Fragen bezüglich der Gestaltung von Zukunftstechnologien. Philipp Staab ist Soziologe und Professor am Institut für Sozialwissenschaften an der Berliner Humboldt Universität. Er hat Soziologie, Politikwissenschaften und Psychologie in Kassel und Paris Nanterre studiert. Am Hamburger Institut für Sozialforschung und auch an der Humboldt Uni hat er sich intensiv mit Entwicklungen des digitalen Kapitalismus auseinandergesetzt und zur Zukunft der Arbeit geforscht. Seine neueste Publikation beschäftigt sich aber auch mit modernen Gesellschaften und ihrer Anpassung an Krisen, vornehmlich den Klimawandel.