ARD

Die Fotografin und der Krieg

Info, Gesellschaft + Soziales • 12.01.2026 • 23:05 - 00:35
Kandahar, Afghanistan, 2013: Ein Vater bezahlt Eintritt für einen Vergnügungspark.
Vergrößern
Die deutsche Fotografin Anja Niedringhaus bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen.
Vergrößern
SÜDWESTRUNDFUNK
Den Menschen im Fokus - Die Kriegsfotografin Anja Niedringhaus
Sarajevo, Bosnien, 1994: Französische und ukrainische UN-Soldaten flüchten, als serbische Scharfschützen das Feuer auf sie in der Innenstadt Sarajevos eröffnen.
© SWR/Anja Niedringhaus/pa, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter SWR-Sendung und bei Nennung "Bild: SWR/Anja Niedringhaus/pa" (S2+). SWR Presse/Bildkommunikation, Baden-Baden, Tel: 07221/929-23876, foto@swr.de
Vergrößern
SÜDWESTRUNDFUNK
Den Menschen im Fokus - Die Kriegsfotografin Anja Niedringhaus
Salavat (Kandahar), Afghanistan, 2010: Ein kanadischer Soldat jagt ein Huhn – Sekunden bevor seine Einheit von Granaten beschossen wird.
© SWR/Anja Niedringhaus/pa, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter SWR-Sendung und bei Nennung "Bild: SWR/Anja Niedringhaus/pa" (S2+). SWR Presse/Bildkommunikation, Baden-Baden, Tel: 07221/929-23876, foto@swr.de
Vergrößern
Originaltitel
Die Fotografin und der Krieg
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2025
Info, Gesellschaft + Soziales
Die 2014 in Afghanistan ermordete Fotografin Anja Niedringhaus prägte mit ikonischen Bildern ein Vierteljahrhundert lang die Titelseiten der internationalen Presse. Im Fokus steht das dramatische Leben einer starken Frau, die gegen viele Widerstände ankämpfen musste. Eine kriminalistische Spurensuche wirft ein völlig neues Licht auf die Umstände ihres Todes und belegt die Mitschuld des Westens. Als Fotografin für die European Pressphoto Agency (EPA) und später Associated Press (AP) wurde Anja Niedringhaus zur Wegbereiterin in einem Beruf, in dem der Frauenanteil bis heute verschwindend gering ist. Den Begriff "Kriegsfotografin" lehnte sie für sich ab, richtete stattdessen ihren Blick auf die Folgen für die Menschen und suchte selbst im schlimmsten Grauen nach Inseln der Humanität. Hierfür wurde sie mit der höchsten journalistischen Auszeichnung, dem Pulitzerpreis, geehrt. Obwohl ihre Ermordung 2014 weltweit für Entsetzen sorgte, wurde sie von Ermittlern in Ost und West als Spontantat eines islamistischen Einzeltäters rasch ad acta gelegt. Der Film widerlegt diese Sichtweise und benennt die politischen wie personellen Hintergründe. Sowohl das zeitlose Werk als auch der tragische Tod von Anja Niedringhaus sind ein eindringlicher Appell für Frieden - der heute aktueller ist denn je.